Buchweizen-Blini mit Eiersalat


Belegte Brote, Schnittchen, Canapés und eine fast vergessene kleine, aber sehr schicke Esskultur.
Mit dem Gedanken beendete ich meinen letzten Post.

Feiern wir also die kleinen luxuriösen "Häppchen", diese Verführungen, die stilvoll bei großen Festen als Fingerfood auf Silbertabletts serviert werden.

Fangen wir mit einer Mini-Köstlichkeit an, starten wir mit Blini. 

Sie wurden berühmt, als sich der russische Geldadel damit in Cannes in den 20ern des letzten Jahrhunderts zum Nachmittagstee im Carlton Hotel verwöhnte. Diese russische Tradition wurde belebt, um gegen die tonangebenden Engländer an der Cote d´Azur eine eigene Alternative zum "High Tea" zu haben. Man ließ sich die Mini-Küchlein stilvoll mit Räucherlachs oder Kaviar servieren. Von hier aus traten sie ihren "Esskultur-Siegeszug" um die Welt an.

Blini sind kleine Pfannkuchen.
Unbedarfte behaupten, sie wären die russische Antwort auf unsere heimischen Pfannkuchen oder die amerikanische Variante, den Pancake.
Ist aber nicht ganz richtig, denn Blini werden mit frischer Hefe zubereitet. Der Teig wird jedoch nicht geknetet, wie bei uns üblicherweise ein Hefeteig, sondern wie ein Rührteig hergestellt.

OK, genug Ess-Geschichte.
Starten wir mit der ersten Köstlichkeit: "Buchweizen-Blini mit Eiersalat".



Zutaten Blini:
75 g Buchweizenmehl
75 g Weizenmehl
Prise Salz
150 g frische Sahne
1 TL Zucker
10 g frische Hefe
2 Eier
Butter zum Einfetten der Pfanne

Mehlsorten vermischen und in eine Schüssel sieben. Sahne mit dem Zucker in einem Töpfchen erhitzen, vom Herd nehmen und die Hefe einbröseln. Eier trennen und das Eigelb in die Sahne geben. Zusammen gut verquirlen. Die Sahnemischung langsam in das Mehl einlaufen lassen und dabei gut miteinander verrühren, bis ein homogener, noch leicht flüssiger Teig ensteht.
Teig abdecken und ca. 1 - 2 Stunden gehen lassen. Der Teig sollte nun eine Struktur haben, die viele Blasen zeigt.
Das Eiweiß mit Salz steif aufschlagen und langsam unter den Teig heben. Teig wieder abdecken und nochmals 2 Stunden gehen lassen.

 

In einer Bratpfanne Butter auslassen und kleine Portionen das Teigs ausbacken. Sobald der Teig Blasen wirft bitte wenden. Beide Seiten sollten eine goldgelbe Farbe zeigen.
Solange fortfahren, bis der Teig verbraucht ist. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Zutaten Eiersalat:
6 Eier (hart gekocht)
1 Ei (frisch)
100 ml kaltgepresstes Rapsöl
Salz
Pfeffer
1 TL Senf
1 Zitrone (unbehandelt)
125 ml Yoghurt
2 Gewürzgurken
1 Apfel
kleiner Bund frischer Schnittlauch
1 Möhre
einige Stängel Basilikum
einige Stängel Estragon

 

6 hartgekochte Eier zerkleinern und in eine Schüssel geben.
In einem hohen Mixbecher das frische Ei aufschlagen, Öl, Salz, Pfeffer und Senf hinzugeben und mit einem Stabmixer, vom Boden aus langsam hochziehend, eine homogene Mayonnaise-Creme herstellen. Für ca. 15 Minuten ruhen lassen.
Derweil die Gurke in feine Stücke zerteilen, den Apfel schälen, entkernen und ebenfalls in kleine Stücke teilen. Zu den Eiern in die Schüssel geben. Zitrone abwaschen, abtrocknen. Etwas Schale abreiben und hinzufügen. Restlichen Zitrone auspressen und 1 TL Saft zu den Eiern geben.
Kräuter waschen und trocknen. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, mit dem Yoghurt zu dem Salat geben. Die Mayonnaise hinzugeben und alles gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Möhre schälen und mit einem "Gemüse-Anspitzer" kleine Rosetten schneiden.
Auf einem Teller oder einem Porzellanbrettchen ein dekoratives Bett aus den Kräutern auslegen, ein Blini aufsetzen und mit Eiersalat belegen. Eine Möhrenrosette auflegen und mit einigen Blättchen Basilikum krönen.


Also mir läuft gerade der Speichel im Mund zusammen. Es sieht köstlich aus, es riecht verlockend ....
Was immer Ihr vorhabt, die Bilder sind im Kasten, ich werde nun nur noch  GENIESSEN.

Kommentare

Kommentar veröffentlichen